BAND

BERND ESSER
Bernd Esser
Jetzt bin ich also auch schon einer von den alten Hasen bei Six Pack, wer hätte das jemals erwartet. Eigentlich hatte ich mich ja als Bass beworben, aber als mir vor dem Casting nichts anderes eingefallen ist, als „I wanna be loved  by you“ vor der versammelten kritischen Sixpackmasse zu bringen, war das für diese Stimmlage wohl die falsche Entscheidung. Seitdem muss ich immer ran, wenn´s ums Gekreische ganz oben geht. Wo ich doch so gern Bass gesungen hätte. Aber was macht man nicht alles, um bei den Jungs zu sein.

Irgendwie war es mir wohl vorbestimmt, niemals wirklich zu erfahren, was Stimmbruch eigentlich ist. Wahrscheinlich ist er aufgrund eines traumatischen Erlebnisses bei meinem ersten Soloauftritt mit sieben Jahren 1975 ausgeblieben. Als ich die ersten Töne von „Komm wir gehen nach Betlehem“ in der Kronacher Weihnachtsmette anstimmte fiel eine Zuhörerin in Ohnmacht. Dabei sah sie gar nicht so zart aus. Ich hab zwar die Show knallhart durchgezogen, von dem Schrecken scheint sich meine Stimme jedoch nie erholt zu haben.

Vielleicht hab ich auch deswegen Psychologie und Lehramt für Grundschule in Bamberg studiert. Ich wollte wohl herausfinden, was damals mit mir geschehen war. Und obwohl ich seit fünfzehn Jahren als Schulpsychologe arbeite – irgendwie weiß ich es noch immer nicht. Aber psssst, mit der Situation pass ich gut zu den anderen Jungs von Six Pack.

Nachdem auch sämtliche Lehrer es aufgegeben hatten den kleinen Bernd um Oktaven nach unten zu schrauben, unternahm ich eben konzertante Heimsuchungen in Krankenhäusern (der Glühweinrausch als Zwölfjähriger mit den Nonnen im Kronacher Krankenhaus bleibt unvergessen) und auf Hochzeiten.  Als der Stimmbruch auch mit dreißig noch nicht wirklich bei mir vorbeigeschaut hatte, traf ich in Nürnberg meine Stimmbildnerin Birgit Ströbel-König. Die meinte ganz einfach, dies sei eben meine Stimmlage…ach so! Die Erlösung – dann bleibt´s eben dabei.

Jetzt sing ich schon fast neun Jahre mit Six Pack auf allen möglichen und (zugegeben) unmöglichen Bühnen. Weil´s einfach Spaß macht mit den Buben. So soll es auch bleiben.

MARKUS BURUCKER
Markus Burucker
Ich heiße eigentlich Koarl, aber das weiß keiner. Versehentlich wurde nach meiner Geburt am 26.06.1968 im Standesamt zu Kemnath der Name eines anderen Säuglings eingetragen, nämlich Markus. Geboren wurde ich in der Oberpfalz, aber dank des falschen Namens kurz darauf ausgewiesen. Im Auffanglager von Speichersdorf verbrachte ich die ersten neun Jahre meines Lebens. Dort lernte ich Deutsch und wurde schließlich in Bayreuth als Emigrant herzlich aufgenommen. Meine musikalischen Wurzeln stammen also aus Böhmen, bedingt auch durch eine entfernte Verwandschaft zu Ernst Mosch (kein Witz!). Daher falle ich wahrscheinlich unter die Kategorie „Weltmusiker“. Schließlich wurde ich E-Bassist und eroberte mit diesem Instrument die Bühnen unserer Nation (Trockau, Schwingen, Gunzendorf). Nachdem mir die Tigerleggings bald zu eng wurden, habe ich mich anderen musikalischen Projekten zugewandt. Bei der Arbeit mit eigenen Bands und verschiedenen CD-Veröffentlichungen lernte ich die anderen Jungs von Six Pack kennen. Die Formation existierte bereits 6 Monate, brauchte aber noch Verstärkung, um ihre Ausländerquote zu erfüllen. Schnell konnte ich mich mit böhmischen Liedgut perfekt in die Band integrieren. Vor allen Dingen die Songs von berühmten Böhmen, wie beispielsweise John Lennon, Mitglied einer berühmten Gruppe aus meiner Heimat, den „Köpfen aus Pilsen“ (auch bekannt unter dem Namen „Die Pilsköpfe“), haben es mir angetan. Irgendwie hatte das Erfolg und was soll ich sagen, ich bin immer noch dabei und freue mich schon sehr auf das neue Programm.

Wer noch mehr über mich oder böhmische Dörfer wissen möchte, der kann sich hier einen Einblick verschaffen: HUEBNOSEDer Watzmann ruftMarkus Burucker,Musikstudio Greiner.

CHRIS STROBLER
Christian Strobler
Geboren anno 1975, in der Frauenklinik in Bamberg, am 26. Juli, als kräftiger Ausatmer.

Ich bin der tiefe Bass und noch ganz klein im Gegensatz zu den anderen, nur der Andy ist noch kleiner, aber der hat viel mehr Haare und kann viel höher singen. Als Bass singt man normalerweise immer Du Du Du und Dum Dum Dum, bei Six Pack darf ich sogar noch andere Vokale benutzen. Die sind so lieb zu mir

Nach meiner Geburt wurde bei mir ein chronischer Musikervirus diagnostiziert, der mich wohl mein Leben lang begleiten wird. Trotzdem habe ich auch mal einen richtigen Beruf erlernt und wurde Kaufmann, selbstverständlich in einem Musikhaus, wo auch sonst. Nebenbei habe ich mit ungeheuerer Ausdauer versucht, mit “meiner” Musik die Welt zu erobern. Die Musik war gut, die Bandkollegen auch, aber zu den Konzerten kam leider niemand. Nicht mal die bestochenen Leute mit den Freikarten. So bin ich dann abgerutscht und habe “blutiges” Geld mit böser Tanzmusik verdient. Viele Jahre meines Lebens rockte ich die Bühnen von Gunzendorf bis Hetzentennig und die Erinnerungen daran sind toll… (Ey, spielt mal was von Slayer).  Aber nach gefühlten 500 Konzerten musste eine Änderung her. Also habe ich der Tanzmusik den Rücken gekehrt und mich neu orientiert.
Ich fing wieder an in kleinen Clubs zu spielen und mich nur noch dem Singen zu widmen. Zu dem Zeitpunkt lernte ich meine wunderbare Stimmbildnerin Peat Zeitler kennen, die mich bis heute begleitet.

Tja und heute, viele Jahre später, nach zig Bands, Duos und Chören bin ich bei Six Pack gelandet und genieße jeden Auftritt mit dem verrückten Haufen.
Wenn es der Terminplan zulässt, bin ich als Solocomedian unterwegs und darf inzwischen sogar auf renommierten Bühnen wie den QUATSCH COMEDY CLUB in Berlin auftreten. Infos zu meinem Comedyprogramm und Auftrittstermine: www.strobler.info

An den normalen Wochentagen findet man mich bei Musikunterricht Bamberg, hier unterrichte ich Pop & Rock Gesang.
Wer noch mehr über mich wissen möchte, der schaue hier :-)

www.christian-strobler.de

Bis zum nächsten Konzert…
Chris

LARS KIENLE
Lars Kienle
Nachdem ich am 21. November 1966 als Elvis von Sindelfingen (doch die Evolution erkannte schnell, dass die Reinkarnation zu früh kam… ) meinen ersten Auftritt hatte, war es schon überraschend wie ich als Neunjähriger Vizekreismeister im Kunstradfahren wurde. Meine Bestimmung schien dann klar zu sein. Der Leistungssport lag nahe – doch verlockende Treets Schokoklicker, Brauner Bär und die Bravo ließen mich wieder vom Weg abkommen. Ich wollte doch Popstar werden. Schrieb tiefsinnige Texte wie “Love, love is like feeling ooohhhoooo love, love is like feeling… yes love, love ist like feeling… together… forever!”, gab imaginären Journalisten Interviews, übte Autogramme zu geben und vor dem Spiegel den Hüftschwung. Um die Zeit bis zur Popkarriere zu überbrücken, versuchte ich mich als Zauberer. Ich konzentrierte mich auf Produkte im Versandhauskatalog, um sie herbei zu zaubern. Das klappte nicht.

So widmete ich mich erst mal weiter meiner Schulbildung. Machte ja auch Sinn. Weil ich mich nicht gleich an die Popindustrie verkaufen wollte, wurde ich zum Elektroanlageninstallateur und Fotografen ausgebildet. Und genau in dieser Zeit lernte ich Hannes kennen. Ich weiß nicht ob es Liebe auf den ersten Blick war. Muss wohl. Hannes war so was wie der Rainer Werner Fassbinder von Bayreuth – nur schöner – und ich war sein Kameramann. Wir filmten und hatten viereckige Augen.

Bis jetzt hatten wir noch nie einen Ton zusammen gesungen, aber dann kam die Wende. 1989. Am 23. Dezember um Mitternacht durften wir Wessis ohne Grenzkontrollen in den Osten einreisen. Das machten wir und lernten Alfred “Die goldenen Lerche aus Kaulsdorf” kennen, der uns nach diversen Privat-Weinbränden “Es ist Feierabend” zwitscherte. Wir revanchierten uns mit einem völlig improvisierten “Mein kleiner grüner Kaktus” und wurden von Alfred mit einem verdutzten “Ihr Arschlöcher, ihr seid ja Profis” verabschiedet. Diese Herzlichkeit inspirierte Hannes und mich, zusammen mit Klaus Meile, konkreter im Braunbierhaus zu Bayreuth über die Gründung einer A Cappella-Band nachzudenken. Tja, und so nahm das mit Six Pack seinen Lauf und wurde zur Berufung.

Parallel dazu baute ich mir eine zusätzliche Existenz als WerbegrafikerFotograf und freischaffender Künstler auf. Voilá – und so pendele ich seit 1990 zwischen Six Pack und meiner kreativen Arbeit hin und her. Und es hört einfach nicht auf Spaß zu machen ;-)

HANNES BETZ
Hannes Betz
Ich war ein glückliches Kind. Natürlich habe ich auch mal geweint. Zum Beispiel, als ich zum Laternenlauf meiner großen Schwester in den Kindergarten mitdurfte und keine Laterne hatte, alle anderen Kinder aber doch. Da hat mir die Kindergärtnerin ihre gegeben. Damals war ich drei Jahre alt. Aber womöglich interessiert das hier gar nicht. Ihr wollt wissen, wie aus mir so ein schnittiger A-Cappella-Sänger werden konnte. Was soll ich sagen? Schon als Dreijährigem wurde mir versichert, wie fest und glockengleich ich z.B. Laternenlauflieder intonieren konnte. Vor allem im Juli. Damals war ich noch klein und ich hatte keine Ahnung, dass solche Dinge auch von den nächststehenden Anverwandten oft aus purer Freundlichkeit gesagt werden. Aber da war es bereits zu spät.

Der Schritt vom Laternelaufen zu Six Pack war dann nur noch ein relativ kleiner. Ich war da schon 24 Jahre alt, und alles, was ich konnte, war so nutzlos wie z.B. Laternelaufen. Immerhin hatte ich Freunde (z.B. den Lars). Ich erinnere mich noch gut, wie wir im Bayreuther Braunbierhaus (das gibt es längst nicht mehr. Oder schon wieder?) zusammen saßen und die Idee hatten, eine A-Cappella-Band zu gründen. Wieso dies? Ich weiß nicht mehr. Wir hatten so viele dumme Ideen. Wir waren unschuldig. Über uns baumelte eine dieser rustikalen Laternen, wie sie in alteingesessenen Wirtshäusern damals üblich waren. Vielleicht ist das eine plausible Erklärung.

Was dann folgte, waren lustige Proben, viele Genussmittel, ständige Überforderung, grauenvolles Lampenfieber und volle Häuser. Warum das klappte, lässt sich nicht so leicht beantworten. Es ist sowieso eine Unsitte der modernen Welt, alles Positive gleich zu hinterfragen und ihm dadurch die Magie zu rauben.

In der Zwischenzeit verließ ich Franken, um in Ludwigsburg Filmregie und Drehbuch zu studieren. Daran könnt ihr ermessen, wie bescheuert und maßlos selbstüberschätzend ich war. Trotzdem blieb ich bei Six Pack und fuhr jahrelang so viel Auto wie beispielsweise ein Vertreter für Fensterprofile. Ein Gutteil der Klimaerwärmung geht auf mich zurück, dafür muss ich mich entschuldigen, aber es ging eben nicht anders.

Schon bald zog es mich nach Franken zurück, denn Filmregie ist ein Scheißjob, und Drehbücher schreiben kann man überall, auf Barbados genau so gut wie in Bamberg. Da lebe ich nun, in Bamberg nämlich, bin mit einer lieben Frau verheiratet, habe zwei laternelaufende Kinder und schreibe Sachen, die sich die Menschen dann um 20 Uhr 15 nach Feierabend anschauen sollen. Manchmal tun sie das, manchmal wollen sie nicht. Das macht nichts, das geht in Ordnung, das ist okay. Jeder soll seinen Feierabend nach eigenem Ermessen gestalten.

Und Six Pack gibt es immer noch. Die Häuser sind manchmal voll, manchmal nicht ganz. Das macht nichts, das geht in Ordnung, siehe oben, und Six Pack ist nach wie vor ein Spaßfaktor in meinem Leben. Jeder sollte solche Spaßfaktoren haben. Das Lampenfieber ist übrigens auch noch da. Vor jedem Auftritt, das muss man sich mal vorstellen. Mäc Härder hat mir mal erzählt, eine Premiere setzt dem Herzen so sehr zu wie ein echt schlimmer Verkehrsunfall. Wir hatten schon viele Premieren. Jeder normale Auftritt dürfte demnach bei mir zumindest einem Blechschaden entsprechen. Ich bin eben auch ein Danger-Freak. Wenn es mal weg ist, das Lampenfieber, dann höre ich mit Six Pack auf. Aber darauf könnt ihr lange warten.

ANDY SACK
Andreas Sack
Hallo, ist da jemand?

Ich heiße Andy Sack und habe am 28. März 1988 das Licht der Welt erblickt. Noch vor meinem zweiten Geburtstag wurde Six Pack gegründet, somit bin ich logischerweise kein Gründungsmitglied. Aufgewachsen bin ich im idyllischen und überschaulichen Limmersdorf (Landkreis Kulmbach), wo ich auch heute noch gerne meine Zeit verbringe.

Mit 4 Jahren konnte ich bereits Bühnenluft schnuppern, als mein Papa mich regelmäßig bei seiner Tanzband mit Kindergitarre und Mikrofon auf die Bühne stellte. Mein weiterer Lebensweg war praktisch vorprogrammiert… Ich lernte („richtige“) Gitarre, Bass und Schlagzeug und strapazierte jahrelang die Nerven meiner Eltern und Nachbarn. Wenn ich nicht gerade in die Schule „musste“, gab es für mich nichts anderes als Musik und mir war klar, dass ich nach meinem Abschluss diesen Weg auch weitergehen möchte.

So besuchte ich von 2005 bis 2007 die Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl und belegte das Hauptfach „Rock/Pop Vocals“. In dieser Zeit sind viele eigene Songs in verschiedenen Bandprojekten entstanden. Seit 2007 unterrichte ich Gesang und Gitarre an diversen Musikschulen. Seit 2009 bin ich festes Mitglied bei Six Pack und sehr glücklich darüber!

Wen es interessiert – Hier noch meine bisherigen Bands:
Huebnotix, Fortuna, Flashrock, Reach, Sack’s Ass, Saint Fiction, Roxwell, Double Deal, Stilistico, Die hörbaren Bolzen

So, mehr gibt es über mich erstmal nicht zu erzählen.
Wir sehen uns bei der nächsten Six Pack Show!

Euer Andy